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Unsere Presseinformationen auf einen Blick

20.12.2016

Von den Dänen lernen: Mit der B. Braun-Stiftung auf Studienfahrt nach Kopenhagen

Perspektivwechsel: Ende November hat die B. Braun-Stiftung für Teilnehmern des Mentoringprogramms 2016, Mentoren und Ehemalige eine Studienfahrt nach Kopenhagen organisiert.

„Ich wusste, ich will mich weiter entwickeln, aber wohin war mit nicht so richtig klar“, erinnert sich Simon Jürgens, (30 J.) M. Sc. Advanced Nursing Practice, an seine Motivation sich für das Mentoringprogramm 2016 bei der B. Braun-Stiftung zu bewerben. Dank seiner Mentorin Barbara Napp, Zentrumsleitung der Pflege in der Herzchirurgie des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) in Hamburg änderte sich das. Er gewann Einblick ins Pflegemanagement, erhielt Feedback zu seinen Stärken und Schwächen. „Ich habe ihm geholfen, den Blick nicht auf den nächsten Karriereschritt, sondern weiter in die Zukunft zu lenken“, berichtet Napp. Simon Jürgens tritt im Januar seine Stelle als Referent in der Pflegedirektion des Krankenhauses in Osnabrück an.

Wichtige Impulse geben für eine Karriere im Gesundheitswesen: Das gelingt der B. Braun-Stiftung aus Melsungen mit ihrem Mentoringprogramm. Darin werden junge Fachleute mit unterschiedlichen beruflichen Hintergrund für ein dreiviertel Jahr geschult und von erfahrenen Praktikern als Mentoren begleitet. Der jetzt in Kopenhagen verabschiedete sechste Jahrgang setzt sich zusammen aus Nachwuchsführungskräften in der Wirtschaft, Pflegekräften aus dem ambulanten und stationären Bereich und Medizinern.

Die Studienfahrt nach Kopenhagen bildete den Höhepunkt des Mentoringprogrammes. Die Reiseteilnehmer besuchten ein Krankenhaus und informierten sich ausführlich über das dänische Gesundheitswesen, das im Gegensatz zu dem deutschen nicht aus der Sozialversicherung, sondern komplett aus Steuern finanziert wird und eher zentralistisch organisiert ist. Es gibt nur eine Krankenkasse. Sie bekamen einen Einblick in die Digitalisierungsstrategie und elektronische Patientenakte, die derzeit in ganz Dänemark eingeführt wird. Zusätzlich präsentierten die Mentees ihre über die Programmlaufzeit entwickelten Unternehmensmodelle.. „Das besondere am Mentoringprogramm ist, dass sich die Teilnehmer in berufsübergreifenden Teams komplexen Managementaufgaben stellen müssen“, erklärt Professor Dr. Alexander Schachtrupp, Geschäftsführer der B. Braun Stiftung. „Die B. Braun-Stiftung will damit eine Lücke schließen, weil interprofessionelles Zusammenarbeiten in herkömmlichen berufsgebundenen Weiterbildungen bislang kaum Inhalt ist.“ So könnten die Teilnehmer erkennen, dass sich kreative und umsetzbare Lösungen nur mit der Erfahrung und dem Wissen aller Berufsgruppen entwickeln lassen.

Die Teilnehmer lernen durch ihre Mentoren andere Berufsfelder kennen. Deren Unterstützung richtet sich nach den Bedürfnissen und Vorkenntnissen der Mentees. Napp war selbst Mentee in 2008. „Ich habe im Stiftungsprogramm gelernt, wie ich in interdisziplinären Gruppen auftrete. Die Offenheit, auf andere Berufsgruppen einzugehen und gedanklich die Perspektive wechseln zu können, ist nicht selbstverständlich.“

Mit ihrem Abschlusszertifikat werden die Mentees Teil des Stiftungsnetzwerkes aus Mentoren, ehemaligen Teilnehmern und erfahrenen Führungskräften aus der Gesundheitswirtschaft. „Die B. Braun-Stiftung hat einen Ball hingelegt, den wir alle, und damit meine ich die Mentoren, Alumni und die Mentees, weiter bewegen müssen. Gemeinsam können wir Ideen entwickeln, wie sich das Gesundheitssystem entwickeln soll und unseren Beitrag dazu leisten.“

Das Mentoringprogramm wurde gemeinsam mit dem IHCI der Universität Trier entwickelt und wird seit einigen Jahren gemeinsam mit der Careum Stiftung in der Schweiz durchgeführt. Für den „Vater“ des Mentoringprogrammes, Prof. Dr. Andreas J.W. Goldschmidt aus Trier, ist das Programm richtungsweisend: "Im Netzwerk der Alumni befinden sich mittlerweile um die 200 hochqualifizierte Menschen, die meist schon Führungsverantwortung tragen. Sie können aus nahezu jedem zehnten Krankenhaus in Deutschland, aber auch aus anderen Bereichen der Gesundheitswirtschaft heraus ihre Erfahrungen miteinander austauschen und sich bei Bedarf gegenseitig mit Rat und Tat unterstützen." Diese Nachwuchsführungskräfte werden seiner Überzeugung nach die notwendigen Reformprozesse des Gesundheitssystems positiv wirksam mit gestalten können.

Das Mentoringprogramm findet alle zwei Jahre statt. Die Bewerbungsfrist für den Jahrgang 2018 beginnt im Sommer 2017. Bitte die Ankündigungen auf der Homepage www.bbraun-stiftung.de beachten.

 

Wollen Sie erfahren, wie es ist,  ein Mentee in Berlin bei MdB Professor Edgar Franke zu sein? Dann lesen Sie den Bericht von Lena Heyelmann, M.A., der  in der Hochschulzeitung der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, erschienen ist. 

Quelle: Heyelmann, L. (2016): Bericht aus Berlin. Eine Woche an der Seite von MdB Dr. Edgar Franke, Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit in Berlin. In: Sollfrank, H. (Hrsg.): KSFH news. Vol. 3, 15-16