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Unsere Presseinformationen auf einen Blick

16.06.2016

B. Braun-Stiftung feiert: 50 Jahre Nachwuchsförderung in der Medizin

Rückblick auf die Geschichte und Ausblick auf das Gesundheitswesen von morgen. Mit einem Festakt in der Orangerie von Kloster Haydau in Morschen feierte die Stiftung am 15. Juni ihren 50. Geburtstag.

„Wenn wir junge Menschen und ihre Führungskompetenzen stärken, tragen wir zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesens bei und bereiten Wege für eine bessere Gesundheitsversorgung“, erklärte der langjährige Vorstandsvorsitzende der B. Braun-Stiftung, Professor Michael Ungethüm, den 60 geladenen Gästen auf dem Festakt zur 50-Jahr-Feier im Kloster Haydau am 15. Juni. Er unterstrich die Bedeutung der Stiftungsprogramme für das Gesundheitswesen. Besonders wichtig für die Zukunft sei es, unternehmerisches Handeln im Gesundheitswesen zu etablieren. “Das Denken als Unternehmer wird der Gesundheitsversorgung insgesamt zugute kommen“, meinte Ungethüm.

Ein wesentlicher Fokus der B. Braun-Stiftung liegt bis heute auf dem interprofessionellen Austausch. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von mehr als 350 Ehemaligen und Teilnehmern, das bis in die Gründungsjahre zurückreicht. So waren auf der Jubiläumsveranstaltung nicht nur Mentoren, ehemalige Absolventen und Kuratoren, sondern auch Stipendiaten aus den Anfangsjahren als Ehrengäste geladen – allen voran der ehemalige Krankenpfleger Paul Reusch, der 1966 als erster Stipendiat der Stiftung eine Förderung erhielt. Mit dieser Unterstützung bildete er sich zum Lehrer für Pflegeberufe weiter und ging als erste männliche „Oberschwester Paul“ in die Geschichte des Allgäus ein.

Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind die Unterstützung von Forschung sowie die Fort- und Weiterbildung von Pflegenden in Krankenhäusern und Altenheimen, von Krankenhausmanagern, Ärzten und Apothekern – sei es in Form der Einzelförderung oder großer Fortbildungsveranstaltungen.

2015 hat die Stiftung trotz des niedrigen Zinsniveaus rund eine Million Euro Fördermittel für die Weiterbildung von medizinischem Fachpersonal vergeben und  57 Projekte gefördert. Dazu zählen 21 Forschungsprojekte, acht Stipendien und 28 Veranstaltungen. Ihre Fördergelder für die medizinische und pflegerische Forschung liegen inzwischen bei 400.000 Euro.

Bis heute ermöglichen Spenden der Stifterfamilie, die Nachwuchsförderung in medizinischen Berufen voranzutreiben. So kam auf dem Festakt auch die Unternehmerfamilie zu Wort. Professor Oliver Schnell, seit 2009 im Vorstand, sieht die Aufgabe der B. Braun-Stiftung besonders darin, den Wandel im Gesundheitswesen mit qualifizierten Nachwuchsförder-Programmen zu begegnen. „Die B. Braun Stiftung hat die notwenige Flexibilität, thematische Fokussierung und Nachhaltigkeit in der Umsetzung, um auf die Herausforderungen und Veränderungen des Gesundheitswesens zu reagieren. Hier ist das Kuratorium ein wichtiger Impulsgeber. Dass so eine große Zahl an Forschungsprojekten gefördert wurde, macht auch deutlich, wie groß der Bedarf an Forschung in der Humanmedizin ist.“ Schnell versprach, auch weiterhin, „ein starker Partner zu sein.“

Einen kleinen Einblick in das, was dank des Fortschritts der Computertechnologie in diesem Bereich bereits möglich ist, gaben die Gastredner Prof. Dr. Kurt Marquardt, Leiter der IT beim Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum, und Dr. Matthias Reumann aus dem Forscherteam von IBM Research. Prof. Marquardt betonte die Notwendigkeit, auch auf Normalstationen sämtliche Patientendaten digital zu speichern und zu überwachen, und berichtete von einem entsprechenden Pilotprojekt am Uni-Klinikum Gießen. Nicht nur sei die Testpatientin mit einem Sensorarmband ausgestattet, das ihre Daten ins System einspeise, auch die Pumpendaten würden erfasst. „So können wir die Patientin sicherer machen“, sagte der IT-Experte. Allerdings: „Man braucht intelligente Medizinprodukte, um das möglich zu machen.“ Noch weiter geht das IBM-Projekt „Watson“: Es soll nicht nur die Patientendaten aus den verschiedensten Quellen verstehen und verarbeiten, sondern auch das Erfahrungswissen der Mediziner etwa aus der Fachliteratur erfassen – um den Ärzten zu helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Es ist ein kognitives System“, sagte Dr. Reumann. Es könne Kontexte herstellen. Und es sei lernfähig.


Über diese anregenden Vorträge konnten die Gäste der Jubiläumsfeier anschließend bei einem dreigängigen Dinner diskutieren. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von zwei Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben: Die erst 16-jährige Violinistin Anne Luisa Kramb und der Pianist Sven Bauer spielten Werke von Johann Sebastian Bach und Camille Saint-Saëns.

 

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