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Unsere Presseinformationen auf einen Blick

15.03.2016

Ökonomie braucht Ethik - Führungsnachwuchskräfte diskutieren zum Auftakt Mentoringprogramms 2016 über Ethik und Ökonomie in der Gesundheitsbranche

Am 4./5. März hat in Morschen das neue Mentoringprogramm für junge Fachleute aus der Gesundheitswirtschaft begonnen. Die 30 Teilnehmer erwerben darin berufsbegleitend Managementkompetenzen.

Im Kloster Haydau hat am 4. und 5. März die sechste Auflage des berufsbegleitenden Mentoringprogramms der B. Braun-Stiftung begonnen. Wieder werden junge Fachleute aus der Gesundheitswirtschaft für ein dreiviertel Jahr geschult und von erfahrenen Praktikern als Mentoren begleitet. Zahlreiche junge Führungsnachwuchskräfte aus Deutschland, der Schweiz und Österreich hatten sich um dieses internationale Nachwuchsführungsprogramm beworben; 30 wurden ausgewählt. Die Auswahl trafen die B. Braun-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Careum-Stiftung aus der Schweiz und der Universität Trier. Auswahlkriterien waren ein Prädikatsexamen, sehr gute Referenzen und Führungspotential. Im Mentoringprogramm wird nicht nur Fachwissen vermittelt, sondern es werden auch wertvolle Netzwerke geknüpft. Das Programm findet seinen Abschluss im November mit einer Studienfahrt nach Kopenhagen. Die Teilnehmer lernen das dortige Gesundheitswesen kennen und präsentieren ihre über die Programmlaufzeit ausgearbeiteten Geschäftsmodelle.

Ethik und Ökonomie müssen kein Widerspruch sein, auch nicht in Zeiten knapper Budgets. Das bestätigten die in Fachkreisen geschätzten Referenten, zu denen u. a. Prof. Dr. Edgar Franke, MdB und Vorsitzender des Gesundheitsausschusses, Professor Andreas Goldschmidt von der Universität Trier, und Irmtraud Gürkan, die kaufmännische Direktorin der Universitätsklinik Heidelberg, gehörten.

Allerdings müsse die hochwertige Gesundheitsversorgung bezahlbar bleiben und die Verschwendung von Ressourcen vermieden werden. „Denken Sie an EBITDA, aber denken Sie auch darüber hinaus“, forderte Dr. Wulf-Dietrich Leber vom GKV Spitzenverband Berlin die Teilnehmer auf. Diese Meinung vertrat auch Dr. Martin Leimbeck, niedergelassener Facharzt für Allgemeinmedizin, der die Herausforderungen der ambulanten Versorgung darlegte. Da Ärzte im ländlichen Raum immer weniger werden, bräuchte es Anreize und Strategien, dem Mangel entgegenzuwirken. Einen Ausblick zur geplanten Studienreise gab Dr. Wolfgang Deiters mit seinem Vortrag zum dänischen Krankenhausprogramm und dem Neubau eines Universitätshospitals in Aarhus.

Zum Abschluss fand eine Werksbesichtigung bei der B. Braun Melsungen AG statt. Referenten, Teilnehmer und nicht zuletzt die ausrichtenden Stiftungen, werteten die Veranstaltung als gelungenen Startschuss und freuten sich auf die fünf weiteren Seminarwochenenden in Berlin, Zürich, Kopenhagen und Morschen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten.