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Mentoringprogramm 2014

Karriereschmiede B. Braun- Stiftung

  • Blick über den Tellerrand: Mentee der B. Braun Stiftung auf Abschlussfahrt in England

  • A warm welcome to the B. Braun Foundation: B. Braun UK machte das Abschlussseminar des fünften Mentoring-Jahrgangs der B. Braun Stiftung für die jungen Führungskräfte aus dem deutschen Gesundheitswesen zu einem unvergesslichen Erlebnis.

    Ein ganz besonderes herzliches Willkommen haben die Mitarbeiter von B. Braun UK der B. Braun Stiftung und den Teilnehmern des Mentoringprogrammes 2014 in London bereitet. Sie organisierten für die 80 Mentees, Mentoren und Alumni unvergessliche Tage, die nicht nur Fachverträge über das britische Gesundheitssystem an historischen Orten der Medizin einschlossen, sondern auch die Besichtigung von geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten. Die Mitarbeiter der Aesculap Akademie hatten für den Samstagabend eine Besichtigung des Towers und der Kronjuwelen mit anschließendem Essen in einem der Rittersäle organisiert. Mit der historischen Schlüssel-Zeremonie, der Ceremony of the Keys, kam der Abend zum „krönenden“ Abschluss. Dieses feierliche Ritual, bei dem die Wachtposten die einzelnen Tore im Tower abschließen, endet seit über 700 Jahren jeden Abend um 22 Uhr. Ein bewegender Moment, der jedem Teilnehmer für immer in Erinnerung bleiben wird.

    London mit seiner langen Tradition der medizinischen Wissenschaften und führender Standort der Aesculap Akademie UK war der ideale Veranstaltungsort für das Abschlussseminar der B. Braun Stiftung vom 28. bis 30. November. Gastvortrag im Anatomiemuseum des Royal College of Surgeons, Vorträge im größten Lehrkrankenhaus der Stadt, dem University College of London, über minimalinvasive 3D- und Roboter-Chirurgie, OP-Teammanagement, Organisation und Aufbau einer 32-Betten Intensivstation sowie die Arbeit eines sektorenübergreifenden Krebs-Netzwerks plus renommierte englische Gastredner aus Krankenhaus-Führungspositionen - das zweitägige Programm, das Akademie-Leiter Brian Chapman und seine Mitarbeiter Aynsley Pix, Adele Mercer und Chris Banks auf die Beine gestellt hatten, war an Professionalität und Gastfreundschaft nicht zu überbieten.

    Die Teilnehmer erhielten Einblick in das staatlich geleitete Gesundheitssystem National Health Service (NHS) von England. Hans Hux, CEO von B. Braun UK, stellte in seiner Willkommensrede die Besonderheiten des NHS vor und präsentierte die B. Braun Organisation mit Hauptsitz in Sheffield. Er erläuterte den Mentees die Grundsätze wirtschaftlichen Erfolgs anhand der rasanten Entwicklung der englischen B. Braun-Tochter vom Produkt- zum Serviceprovider: „Der Bedarf an Gesundheitsversorgung ist in England höher als das von der Regierung bereitgestellte Budget“, sagte Hux. Das biete eine große Chance für Firmen, sich als Partner im Gesundheitsmanagement zu entwickeln.

    Die Themen Wirtschaftlichkeit und Kostendeckung zogen sich auch durch die Vorträge der englischen Gastredner. So richtete Prof. Tim Briggs, Chefarzt der Orthopädie und Medizinischer Direktor am Royal National Orthopaedic Hospital Trust in London eine deutliche Botschaft an die Mentees: „You are our leaders of tomorrow and part of a great foundation. Remember you will be a patient one day. Do your best for your patients.“ Der Orthopäde zollte in seiner Rede den Zielen der Stiftung und auch der Firma B. Braun Respekt. Er ist einer der bedeutendsten Meinungsbildner in England und langjähriger Kooperationspartner von B. Braun: Die Regierung hat ihn beauftragt, das Outcome und die Patientenqualität in 145 staatlichen Krankenhäusern der Orthopädie zu überprüfen und neue Konzepte zu entwickeln. Auch das englische Gesundheitswesen leidet darunter, dass der Anteil alter Menschen zunimmt. Allein die Orthopädie gibt 10 Milliarden Pfund aus - das sind über 7 Prozent des NHS-Gesamtbudgets von 150 Milliarden Pfund.

    In London präsentierten die Mentees die in Gruppenarbeit erstellten Businesspläne und Impulsvorträge zu Themen der Gesundheitsversorgung. So entstanden kreative, bis ins Detail ausgearbeitete Geschäftsmodelle, die jetzt auf Umsetzung warten. Die Mentees entwarfen Dienstleistungsunternehmen zur Tagesbetreuung von Senioren, Pflege von Patienten mit Migrationshintergrund, Koordination von Palliative Care, vollumfänglichen Pflege von Angehörigen, Erstellung von Patientenbriefen nach Krankenhausbehandlung, zum Medikamentenmanagement auf Normalpflegestationen bis hin zur organisierten Nachhilfe für Absolventen des Krankenpflege-Examen.

    Das berufsbegleitende Programm wird von der Universität Trier und der Careum Hochschule in der Schweiz wissenschaftlich begleitet. Es unterstützt junge ambitionierte Persönlichkeiten der Gesundheitswirtschaft darin, sich für Führungspositionen zu qualifizieren. Dabei bringen die Teilnehmer unterschiedliche berufliche Erfahrungen aus Medizinproduktindustrie, Pflegeleitung, Krankenhausmanagement und ärztlicher Versorgung ein. Die Careum Stiftung bringt sieben Teilnehmer in das Programm ein.

    Für die Mentees geht ein bewegtes halbes Jahr zu Ende, denn das Programm verlangt ein hohes Maß an Engagement. Neben der Businesspläne umfasst es das Mentoring plus sechs Intensivseminare zu Managementthemen wie Führung und Ethik, Betriebswirtschaft, und Strategieentwicklung. „Ich konnte neben dem Beruf meine Führungskompetenzen ausbauen“, beschreibt Alumni Katharina Stahnke, jetzt Pflegedienstleitung in Witten, eine der Stärken des Programmes. Das „Mentoring“ eröffnet einen Einblick in neue Berufsfelder: Die Mentees können bei ihrem Mentor, einer erfahrenen Führungskraft aus der Gesundheitswirtschaft, einen Blick über den Tellerrand werfen: „Mein Mentee kann mich eine Woche begleiten“, sagte Irmgard Gürkan, kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg. Die Managerin war in allen fünf Jahrgängen als Mentorin dabei. Beim Matching von Mentor und Mentee achtet die Stiftung darauf, dass möglichst unterschiedliche Berufsgruppen zueinander finden und die Anfahrtswege nicht zu weit sind. Das kommt bei den Teilnehmern gut an: „Das Programm bietet eine tolle Gelegenheit zum Perspektivenwechsel“, erklärte Mentee und Apothekerin Cornelia Baudisch.

    Im Programm geht es auch um Nachhaltigkeit. „Wir fordern die Teilnehmer dazu auf, die Plattform, die wir ihnen bieten, auch nach Abschluss zu nutzen und die Geschäftsbeziehungen und Freundschaften auszubauen. Bereits jetzt haben ehemalige Mentees weitere Stufen der beruflichen Entwicklung genommen und sind selbst Mentoren geworden“, sagt Prof. Ungethüm, Vorstand der Stiftung. Darüber hinaus gibt es eine Xing-Gruppe, Stammtische und regionale Treffen, die von den Alumni der B.Braun- Stiftung organisiert werden.

    Zum Ende des Programmes können alle ein positives Fazit ziehen. Als der Geschäftsführer und die Referentin der B. Braun Stiftung, Prof. Dr. Alexander Schachtrupp und Nicole Jacob, die Teilnehmerzertifikate an die 37 Mentees verteilen, sind alle Teilnehmer stolz, es geschafft zu haben. Und der nächste Termin steht bereits fest: Die Alumni-Veranstaltung anlässlich des  DRG-Forums im März 2015. So gibt es keinen Abschied, sondern das Versprechen: „Wir sehen uns wieder in Berlin.“ Die B. Braun Stiftung präsentiert sich mit ihren Programmen als starker Partner in der Ausbildung von Führungskräften. „So binden wir nachhaltig die Führungskräfte von Morgen an die Stiftung und B.Braun“, erklärt Prof. Schachtrupp.

    Programm der Veranstaltung

Fotos: Philip Reeson